Zur diesjährigen Mitgliederversammlung begrüßte der Lebenshilfe Lübbecke e.V. am Freitag, den 26. Juni 2026, zahlreiche Mitglieder und Gäste im Speisesaal der Betriebsstätte „Am Osterbruch“. Vorstandsvorsitzender Georg Droste hieß die Anwesenden herzlich willkommen und sprach seinen Dank an alle aus, die bei der diesjährigen Mitgliederversammlung mitgewirkt und Vorarbeit geleistet haben.
Besonders begrüßte er den Ehrenvorsitzenden Horst Bohlmann, Martin Schmidt als Vorsitzenden des Beirats für Inklusion und Teilhabe der Stadt Lübbecke und des BSG (Bewegung, Sport, Gesundheit) Lübbecke sowie den Vorsitzenden des Kreis-Sozialverbandes Lübbecke, Detlev Sassenberg. Ebenfalls begrüßt wurden Vertreterinnen und Vertreter des Lebenshilferates und des Werkstattrates. Zu Beginn der Versammlung gedachten die Anwesenden in einer stillen Gedenkminute der verstorbenen Mitglieder, Beschäftigten, Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitenden.
Für einen gelungenen musikalischen Auftakt sorgte die Musikgruppe „Die Tollen“ aus der Außenwohngruppe des Wohnheims „Hueffer Heide“. Unter der Leitung von Thomas Groß präsentierte die Gruppe mit Ukulele, Conga, Waschbrett und weiteren Instrumenten bekannte Gute-Laune-Lieder und begeisterte die Mitglieder mit ihrem abwechslungsreichen Programm.
Langjährige Treue gewürdigt
Ein besonderer Programmpunkt war die Ehrung langjähriger Mitglieder. Erstmals wurde hierfür ein Ehrentisch in der Mitte des Saales eingerichtet. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Christa Hildebrand, Marianne Ströbel und Heinz-Willi Rosemuck ausgezeichnet. Eine Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Gerhard Schwarzer, Jürgen Pohlmann, Bärbel Graf, Wilhelm Breer, Renate Blöbaum, Helmut Exter, Henrike Anderson und Karla Utech. Als Zeichen des Dankes überreichte der Vorstand Blumen sowie ein in der Betriebsstätte „Am Osterbruch“ gefertigtes „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Spiel.
„Langjährige Mitgliedschaften sind alles andere als selbstverständlich. Sie stehen für Verbundenheit, Vertrauen und die Bereitschaft, die Arbeit der Lebenshilfe Lübbecke über viele Jahre hinweg mitzutragen. Ihre Treue und Ihre Unterstützung sind ein wertvoller Beitrag für unseren Verein und ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Menschen, für die wir uns gemeinsam einsetzen“, betonte Georg Droste.
Humorvolle Tombola sorgt für Unterhaltung
Für eine lockere Atmosphäre sorgte erneut die beliebte „Lustige Tombola“, die bereits im vergangenen Jahr großen Anklang gefunden hatte. Joseph Boegner, Bereichsleiter Wohnen, führte gemeinsam mit Marita Alstede und Susanne Lohmeier vom Werkstattrat durch die Verlosung. Hinter vermeintlich wertvollen Gewinnen wie einer „Wintersportausrüstung“ oder einem „Essen für zwei“ verbargen sich augenzwinkernd praktische Alltagsgegenstände wie ein Schneebesen oder eine Tütensuppe.
Rückblick auf ein erfolgreiches Vereinsjahr
In seinem Jahresbericht zog Georg Droste eine positive Bilanz. Dabei stellte er die zahlreichen Kooperationen der Lebenshilfe Lübbecke in den Mittelpunkt, darunter den Lebenshilfe-Cup mit dem TuS Stemwede, das Schwimmprojekt mit dem Rotary Club, die Ferienspiele mit dem Lions Club Bünde sowie die Zusammenarbeit mit der Sportkompanie des Bürgerschützenbataillons Lübbecke.
„Uns verbindet ein klares gemeinsames Ziel: die Teilhabe von Menschen mit Behinderung in unserer Region zu fördern, Barrieren abzubauen und Chancengleichheit zu schaffen. Wir wollen dazu beitragen, dass alle Menschen die gleichen Möglichkeiten haben, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Dieses Ziel gibt unserem Handeln eine klare Richtung – und es ist das, was uns antreibt und motiviert“, sagte Droste.
Besonders hob er das Projekt „Inklusionsbäume“ hervor. Gemeinsam mit Städten, Gemeinden und dem Kreis wurden inzwischen elf Inklusionsbäume im Kreis Minden-Lübbecke und im Kreis Herford gepflanzt. Sie setzen ein sichtbares Zeichen für gelebte Inklusion und werden durch Informationstafeln in Leichter Sprache sowie einen QR-Code mit Audioversion ergänzt.
Auch der Mitgliedertag „Lust auf Lebenshilfe? – Entdecken Sie, was dahintersteckt!“ wurde als Erfolg gewertet. Mit rund 120 Teilnehmenden habe sich das neue Konzept bewährt und Menschen eingeladen, die Lebenshilfe kennenzulernen und sich aktiv einzubringen. Der nächste Mitgliedertag findet am 21. November 2026 statt.
Ein besonderer Dank galt den zahlreichen Ehrenamtlichen sowie den Projektgruppen Digitalisierung (Projektleiter: Georg Droste), Ehrenamt (Projektleiter: Ulrich Schneider), Mitgliedergewinnung (Projektleiter: Jobst-Peter Gerlach-von Waldthausen) und Öffentlichkeitsarbeit (Projektleiter: Wilhelm Henke), die die Vereinsarbeit mit großem Engagement unterstützen. Ebenso würdigte Droste die Arbeit des Lebenshilferates, der Radiogruppe „Die Aufnehmer“, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feierte, sowie der Stiftung Lebenshilfe Lübbecke vertreten durch den Kuratoriumsvorsitzenden Jochen Simke und Stiftungsvorstand Christian Lemper.
Im Anschluss stellte Wirtschaftsprüfer Jürgen Groteschulte den Jahresabschluss vor. Er betonte die wirtschaftliche Stabilität der Lebenshilfe Lübbecke und ihrer Tochtergesellschaften und hob deren Bedeutung als wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Region hervor.
Vorstand bestätigt und neu gewählt
Im Rahmen der Mitgliederversammlung standen außerdem Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Angela Hölscher wurde als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt. Wilhelm Henke wurde in seinem Amt als Beisitzer bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Helmut Exter, der künftig ebenfalls als Beisitzer mitwirken wird.
Geselliger Ausklang
Nach dem offiziellen Teil klang die Mitgliederversammlung bei einem gemeinsamen Grillbuffet in geselliger Atmosphäre aus. Viele Mitglieder nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Für den musikalischen Abschluss sorgten erneut „Die Tollen“, die den Abend stimmungsvoll ausklingen ließ.
Die Mitgliederversammlung zeigte einmal mehr, wie lebendig das Vereinsleben der Lebenshilfe Lübbecke ist und wie sehr das gemeinsame Engagement von Mitgliedern, Ehrenamtlichen, Beschäftigten und Mitarbeitenden dazu beiträgt, Teilhabe und Inklusion in der Region aktiv zu gestalten.























